Ablauf des Begutachtungsverfahrens

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Ablauf des Begutachtungsverfahrens2018-09-12T10:29:31+00:00

Grundlagen

Grundlage des Akkreditierungswesens in Deutschland ist seit dem 01.01.2018 der Studienakkreditierungsstaatsvertrag, dessen Regelungen per Rechtsverordnung in das jeweilige Landesrecht übertragen werden. Um eine einheitliche Grundlage für die Verfahren zu schaffen und weiterhin eine bundesweite Vergleichbarkeit zu ermöglichen, haben die Länder sich auf eine Musterrechtsverordnung verständigt, die am 07.12.2017 von der KMK verabschiedet wurde und als Basis für die einzelnen Landesverordnungen dienen soll.

Die darauf aufbauenden Verfahren orientieren sich an den European Standards and Guidelines und folgen dem Prinzip „Selbstbericht – Peer Review – Gutachten – Entscheidung.“ Dabei obliegen die drei ersten Schritte, also die Durchführung des Begutachtungsverfahrens, den Agenturen, für die abschließende Akkreditierungsentscheidung ist der Akkreditierungsrat zuständig.

Weitere Details zum Verfahren entnehmen Sie bitte der oben genannten Muster- bzw. Ihrer Landesrechtsverordnung.

Begutachtung durch AQAS

Ziel des Begutachtungsverfahrens von AQAS ist die Erstellung eines Akkreditierungsberichts für einen oder mehrere Studiengänge. Dieser Bericht hat den Charakter eines Sachverständigengutachtens, auf dessen Grundlage die Hochschule im Anschluss an das Begutachtungsverfahren beim Akkreditierungsrat die Programmakkreditierung des jeweiligen Studiengangs beantragen kann.

Der Akkreditierungsbericht besteht aus zwei Teilen: Dem so genannten Prüfbericht zu den Formalia und dem Gutachten zu den fachlich-inhaltlichen Kriterien.

Im Zuge des Prüfberichts ist es Aufgabe von AQAS, die Einhaltung der formalen Kriterien (Teil 2 der Musterrechtsverordnung) zu überprüfen. Die Verabschiedung des Prüfberichts erfolgt bei AQAS durch die dafür zuständige Akkreditierungskommission. Der Prüfbericht wird der Hochschule zur Kenntnis gegeben und auch der Gutachtergruppe zur Verfügung gestellt, der die Überprüfung der fachlich-inhaltlichen Kriterien (Teil 3 der Musterrechtsverordnung) obliegt.

Im Rahmen der Begutachtung der fachlich-inhaltlichen Kriterien findet eine Begehung durch die Gutachtergruppe statt. In der Begehung führen die Gutachterinnen und Gutachter i.d.R. Gespräche mit der Hochschulleitung, den Studiengangsverantwortlichen und Lehrenden sowie Studierenden. Die Begehung endet mit einer Rückmeldung der Gutachtergruppe.

Das Gutachten zu den fachlich-inhaltlichen Kriterien wird nach der Begehung der Hochschule verfasst. AQAS gibt der Hochschule die Möglichkeit, eine Stellungnahme dazu abzugeben, bevor der abschließende Akkreditierungsbericht erstellt wird.

Beseitigung von Mängeln

AQAS räumt der Hochschule die Möglichkeit ein, nach der Begehung kurzfristig (innerhalb von drei Monaten) Unterlagen nachzureichen, um vor der Erstellung des Gutachtens zu dokumentieren, dass im Begutachtungsverfahren bzw. in der Begehung festgestellte Mängel beseitigt worden sind. Alternativ kann das Verfahren unterbrochen werden („Mängelbeseitigungsschleife“). Diese Möglichkeiten sollten bei der zeitlichen Planung des Begutachtungserfahrens berücksichtigt werden.