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Archiv für 2009

Tagungsergebnisse auf der AQAS-Homepage

veröffentlicht am 19. November 2009 in News-Archiv

Im Oktober konnte AQAS zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu zwei Veranstaltungen begrüßen. So wurde am 13.10.2009 in Köln ein Seminar zum Thema “Ansätze des Qualitätsmanagements an Hochschulen am Beispiel prozessorientierter Qualitätssicherung” angeboten, das den Auftakt zu einer geplanten Veranstaltungsreihe bildete.

Am 30.10.2009 fand im Bonner Wissenschaftszentrum die AQAS-Jahrestagung statt, in die in diesem Jahr erstmals die Mitgliederversammlung von AQAS e.V. integriert war. Daneben standen ein Workshop und eine Podiumsdiskussion zum Thema “Qualitätssicherung und Akkreditierung – Strategien und Perspektiven” auf dem Programm.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden neue Mitglieder in den Vorstand von AQAS e.V. gewählt. Der Vorstand von AQAS e.V. setzt sich somit nun wie folgt zusammen:

  • Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen, Vorsitzender
  • Prof. Ingeborg Henzler, Präsidentin der Fachhochschule Koblenz, stellv. Vorsitzende
  • Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, Schatzmeister
  • Prof. Dr. Jürgen Oldenstein, Vizepräsident für Studium und Lehre der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Beisitzer
  • Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der Ruhr-Universität Bochum, Beisitzerin

Einen Rückblick auf die Veranstaltungen finden Sie hier:

Rückblick: AQAS-Jahrestagung 2009

veröffentlicht am 19. November 2009 in AQAS-Veranstaltungen

In diesem Jahr fand die jährliche Mitgliederversammlung von AQAS e.V. erstmals im Rahmen einer Jahrestagung statt. Dazu konnten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Mitgliedshochschulen im Wissenschaftszentrum in Bonn begrüßt werden.

Mitgliederversammlung

Vorstand und Geschäftsführung zeigten sich zufrieden mit der Arbeit der Geschäftsstelle im vergangenen Jahr und gaben den Mitgliedern Einblick in nationale und internationale Projekte im Berichtszeitraum. Im Jahr 2009 wurden bisher 175 Studienprogramme akkreditiert. Gleichzeitig hat AQAS wichtige Erfahrungen bei der Akkreditierung von Joint-Degree-Programmen gesammelt. So hatte AQAS Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der niederländischen Akkreditierungsorganisation NVAO Gelegenheit, die Instrumente und Materialien von NVAO intensiv kennen zu lernen und eine Basis für eine weitere Zusammenarbeit zu legen. Erstmals wurde auch ein Workshop zum Thema “prozessorientierte Qualitätsentwicklung im Rahmen der Normenreihe DIN ISO 9000 ff.” angeboten, um Hochschulen eine erste Orientierung zu den Anforderungen der Systemakkreditierung zu geben und zugleich die Vor- und Nachteile eines prozessorientierten Qualitätsmanagements an Hochschulen darzustellen.

Prof. Dr. Wolfgang Anders und Prof. Dr. Dieter Timmermann sind zum Ende des Sommersemesters aus ihren Hochschulleitungsämtern ausgeschieden und haben daher ihre Vorstandsposition bei AQAS e.V. zur Verfügung gestellt. Als Nachfolgerinnen hat die Mitgliederversammlung Frau Prof. Ingeborg Henzler als stellvertretende Vorsitzende (Nachfolge Anders) und Frau Prof. Dr. Uta Wilkens als Beisitzerin (Nachfolge Timmermann) gewählt.

Der Vorstand von AQAS e.V. setzt sich somit nun wie folgt zusammen:

  • Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen, Vorsitzender
  • Prof. Ingeborg Henzler, Präsidentin der Fachhochschule Koblenz, stellv. Vorsitzende
  • Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, Schatzmeister
  • Prof. Dr. Jürgen Oldenstein, Vizepräsident für Studium und Lehre der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Beisitzer
  • Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der Ruhr-Universität Bochum, Beisitzerin
Mitgliederversammlung

Die Arbeit der Agentur wird im kommenden Jahr insbesondere durch die Akkreditierung der lehrerbildenden Studiengänge in NRW bestimmt sein. Erwartet wird auch das Anlaufen von Verfahren im Bereich der Systemakkreditierung. Außerdem plant AQAS das Angebot an themengebundenen Workshops weiter auszubauen.

Workshop

Parallel zur Mitgliederversammlung wurde ein Workshop zur Weiterentwicklung von Studiengängen im Kontext von Akkreditierung und Reakkreditierung angeboten. Dazu konnte AQAS zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Mitgliedshochschulen für Qualitätssicherung und Akkreditierung zuständig sind, begrüßen.

Diskutiert wurden Fragen, die das Monitoring und die Weiterentwicklung von gestuften Studiengängen und die Weiterentwicklung von Akkreditierungsverfahren betreffen.

Volker Husberg von AQAS erläuterte, wie sich der Bologna-Prozess in Europa auf der politischen Ebene entwickelt hat. Deutlich wurde, wie Themen aus den Bologna-Folgekonferenzen von den politischen Akteuren in Deutschland aufgenommen werden und auch im Rahmen der Akkreditierung eine Rolle spielen.

Ein Schwerpunkt des Workshops lag auf dem Thema “Employability”. Dazu stellte Harald Schomburg vom Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) in Kassel den Ansatz und die wichtigsten Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Absolventenstudie dar, die das INCHER zusammen mit zahlreichen Hochschulen durchgeführt hat. [mehr…]

Abschließend ging Simone Kroschel von AQAS darauf ein, wie sich die Vorgaben zur Akkreditierung und die Fragestellungen in den Verfahren in den letzten Jahren verändert haben. Als Einflussfaktoren wurden neben der politischen Entwicklung die Erfahrungen und Diskussionen in den Hochschulen, die öffentliche Debatte um den Bologna-Prozess und auch die Ergebnisse aus der agentureigenen Qualitätssicherung dargestellt.

Ein Thema in den Diskussionsrunden war die Frage, inwiefern Absolventenstudien vergleichende Aussagen zu traditionellen und gestuften Studienstrukturen erlauben. Darauf wird das INCHER künftig eingehen, wenn zunehmend Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen in den Arbeitsmarkt eintreten.

Weiterhin sprachen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Mitgliedshochschulen dafür aus, Akkreditierungsverfahren stärker auf die wesentlichen Fragen von Konzeption, Struktur und Studierbarkeit von Studiengängen zu reduzieren und das Verfahren nicht mit den unterschiedlichsten Aspekten aus der bildungspolitischen Debatte zu überfrachten.

Hier finden Sie die Präsentationen zum Workshop als Download:

Podiumsdiskussion

Am Nachmittag fand eine gemeinsame Veranstaltung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Form einer Podiumsdiskussion statt, in der Vertreter aus dem AQAS-Vorstand sowie aus Leitungen von Hochschulen die Wechselwirkungen zwischen Qualitätssicherungsprozessen, Hochschulsteuerung und Akkreditierung sowie die weitere Entwicklung des Akkreditierungssystems diskutierten. Es moderierte Dr. Andreas Archut, Pressesprecher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Zentrales Thema war das Verfahren zur Systemakkreditierung, das im Unterschied zur Programmakkreditierung keine einzelnen Studienprogramme, sondern das bestehende hochschulweite Qualitätsmanagementsystem und damit alle diesem System unterliegenden Programme akkreditiert. Bundesweit sind die ersten Verfahren angelaufen; auch bei AQAS besteht für die Hochschulen die Möglichkeit, Systemakkreditierungsverfahren durchführen zu lassen.

Podiumsdiskussion

Mit Prof. Dr. Sabine Remdisch, Vizepräsidentin für Lebenslanges Lernen der Leuphana Universität Lüneburg und Leiterin des Instituts für Evaluation und Qualitätsentwicklung, sowie Prof. Dr. Ulrich Deller, Prorektor der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, konnten zwei Hochschulleitungsvertreter mit unterschiedlichen Ansichten zum Prozess der Systemakkreditierung für die Diskussion gewonnen worden. Während an der Leuphana Universität Lüneburg konkrete Vorbereitungen zum Start des Verfahrens zur Systemakkreditierung getroffen werden, hält die Hochschulleitung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen an der Programmakkreditierung fest. Die für die jeweilige Hochschule relevanten Entscheidungsfindungsprozesse wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung erläutert.

Prof. Dr. Holger Burckhart in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des AQAS-Vorstands sprach sich für die Systemakkreditierung als zukunftsorientiertes Modell aus. Hochschulen, an denen bereits institutionsweite Qualitätsmanagementmodelle bestehen, sollten die Möglichkeit wahrnehmen, eine Systemakkreditierung anzustreben.

Prof. Burckhart dankte für die anregende Diskussion und die Beiträge aus dem Plenum und bezeichnete die Podiumsveranstaltung als gewinnbringenden Abschluss der Jahrestagung 2009.

Erstes AQAS-Seminar „Ansätze des Qualitätsmanagements an Hochschulen am Beispiel prozessorientierter Qualitätssicherung“

veröffentlicht am 19. November 2009 in AQAS-Veranstaltungen

AQAS e.V. hat im Oktober 2009 erfolgreich das erste Seminar im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe “Qualitätsmanagement und Akkreditierung an Hochschulen” durchgeführt und über Systemakkreditierung, die DIN EN ISO 9001 sowie mögliche Bezugspunkte informiert. Wieso nicht bei der Einführung eines QM-Systems an der Hochschule – Grundvoraussetzung für die Systemakkreditierung – von den Erfahrungen mit der DIN EN ISO 9001 – profitieren, so die Grundidee des Seminars.

Viele Hochschulen stehen derzeit vor der Frage, inwiefern die Systemakkreditierung eine Alternative zur Programmakkreditierung ist, welche Anforderungen zu erfüllen sind und wie ein Qualitätsmanagementsystem aufgebaut werden kann, das als Grundlage für eine Systemakkreditierung dienen kann. AQAS möchte die Hochschulen in dieser Situation durch Seminare und Informationsveranstaltungen bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe bot AQAS in Kooperation mit einem ausgewiesenen Experten für prozessorientiertes Qualitätsmanagement, Herrn Prof. Dr. Hartmut F. Binner von der Fachhochschule Hannover, im Oktober dieses Jahres erstmals ein Seminar zum Thema: “Ansätze des Qualitätsmanagements an Hochschulen am Beispiel prozessorientierter Qualitätssicherung” an.

Dass ca. 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen am Seminar teilnahmen, zeigt die Relevanz des Themas an Hochschulen.

AQAS-Seminar

Der Ablauf des Seminars war dreigeteilt: Zunächst stellten Frau Herrmann und Frau Kluth von AQAS die wesentlichen Anforderungen und Kriterien bei der Systemakkreditierung vor, um die Seminarbesucher mit dem Verfahren, wie es vom Akkreditierungsrat entwickelt wurde, vertraut zu machen.

Danach stellte Herr Prof. Binner, der seit vielen Jahren in der Binner Akademie öffentliche und nicht-öffentliche Einrichtungen bei der Einführung von prozessorientierten Qualitätsmanagementsystemen unterstützt, die zentralen Elemente eines prozessorientierten QM-Systems nach der DIN ISO 9001 vor. Dabei betonte er insbesondere, dass die Norm – auch wenn sie in der Industrie entstanden ist – auf öffentliche Einrichtungen und Hochschulen anwendbar ist. Dies bestätigte später Prof. Segner, Dekan an der Fachhochschule Hannover. Der Fachbereich Maschinenbau, dem er vorsteht, wurde vor einiger Zeit selbst ISO-zertifiziert, so dass Prof. Segner aus der Praxis berichten konnte.

Die Hochschulen könnten nur davon profitieren, so Binner weiter, wenn sie sich – anstatt das “Rad neu zu erfinden” – die Lernkurven, die im Rahmen der DIN gemacht wurden, beim Aufbau ihrer Qualitätsmanagementsysteme zunutze machten.

Präsentation

Selbstverständlich gibt es keinen “Königsweg” zum Aufbau eines QM-Systems, sondern es ist den Hochschulen freigestellt, eigene Systeme zu entwickeln. Die Vorgaben zur Systemakkreditierung sehen ausdrücklich kein bestimmtes Qualitätsmanagementsystem vor, weil sie davon ausgehen, dass die Hochschulen ihr System in Abhängigkeit von der konkreten Situation vor Ort aufbauen müssen.

Gleichwohl ist zu bedenken, dass die Vielzahl der Ansätze und Vorgehensweisen, die derzeit an den Hochschulen verfolgt werden, auch Probleme birgt: Zum einen lässt sich eine Vergleichbarkeit der Systeme kaum gewährleisten, zum anderen ist der Entwicklungsaufwand für die Hochschulen hoch.

Dass es durchaus Ansatzpunkte für einen Vergleich der Anforderungen an das QM-System seitens der Systemakkreditierung und der DIN EN ISO 9001 gibt, war eine wesentliche Erkenntnis im letzten Teil des Seminars. Dabei wurde deutlich, dass einerseits der Fokus beider Verfahren ähnlich ist, es aber andererseits keinen “Automatismus” gibt, mit dem sich ein prozessorientiertes QM-System nach ISO in die Systemakkreditierung einfügen ließe: Eine Hochschule, die ISO-zertifiziert ist, hat damit nicht automatisch den Erfolg in der Systemakkreditierung gesichert, auch wenn die Organisation bei der Durchführung des Verfahrens sicherlich davon profitiert.

Die lebhafte Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Anschluss an die Präsentationen zeigte, dass hohes Interesse an der Option der Verbindung von Systemakkreditierung und normkonformem QM-Systemen besteht, aber auch noch “Berührungsängste” spürbar sind. Eine Fortführung der Diskussion scheint angezeigt. AQAS wird weitere Veranstaltungen zu diesem Themenkreis anbieten.

Aufgrund der hohen Anmeldezahlen für den Workshop im Oktober 2009 werden wir das Seminar im 4. Quartal 2010, voraussichtlich im November, wiederholen. Bitte informieren Sie sich bei Interesse auf unserer Homepage oder wenden Sie sich an Frau Kluth unter kluth@aqas.de.

Gruppenbild
v.l.n.r. Prof. Dr. Matthias Segner, Doris Herrmann, Katja Kluth, Prof. Dr.-Ing Hartmut F. Binner

Die Akkreditierung von lehrerbildenden Studiengängen

veröffentlicht am 6. November 2009 in Akkreditierung lehrerbildender Studiengänge

AQAS verfügt in Deutschland über vielfältige Erfahrungen im Bereich der Lehrerbildung. Wir haben umfangreiche Expertise in mehreren Bundesländern und an unterschiedlichen Hochschulen erworben. In die Akkreditierungsverfahren werden von uns alle lehrerbildenden Studiengänge einbezogen, so dass unsere Kenntnisse nicht auf ein spezielles Lehramt fokussiert sind. Folgende Verfahren wurden von AQAS bereits durchgeführt:

  • flächendeckende Akkreditierung aller lehrerbildenden Studiengänge an allen Universitäten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz (weitere Infos finden Sie hier)
  • Akkreditierung des Masters of Education mit allen daran beteiligten Studienfächern an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Wuppertal
  • Akkreditierung der lehrerbildenden Studiengänge an der Universität Kiel
  • Akkreditierung von lehrerbildenden Studiengängen an der Universität Gießen

Die Kurzberichte zur diesen Verfahren finden Sie für die Bachelorstudiengänge hier und für die Masterstudiengänge hier.

AQAS wurde darüber hinaus damit beauftragt, Expertenkommissionen in ihrer Arbeit zu unterstützen, die Strukturempfehlungen für die Lehrerbildung eines Bundeslandes bzw. einer Universität erarbeitet haben:

  • Organisatorische Begleitung der von Prof. Baumert (Max-Planck-Institut für Bildungsfoschung) geleiteten Kommission, die die Empfehlungen zur Lehrerbildung in NRW entwickelt hat
  • Organisatorische Begleitung der Expertenkommission für die Lehrerbildung, die unter der Leitung von Prof. Dr. Doris Lemmermühle (Universität Göttingen) Empfehlungen für die Universität Potsdam entwickelt hat.

Da derzeit alle Universitäten in NRW auf die gestufte Lehrerbildung umstellen, wird AQAS nach der Verabschiedung der neuen Gesetze zur Lehrerbildung (LABG und LZV) die Akkreditierung der Studiengänge an mehreren Universitäten des Landes durchführen. Eine schematische Darstellung des Ablaufs und des Vorgehens bei Akkreditierungsverfahren finden Sie hier.

Wir empfehlen Ihnen, sich bei der Vorbereitung des Akkreditierungsverfahrens an Ihrer Hochschule frühzeitig mit AQAS in Verbindung zu setzen. Um Sie so gut wie möglich unterstützen zu können, haben wir ein Kompetenzteam eingerichtet, das Sie zu allen Belangen im Rahmen der Akkreditierung gerne berät. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei Beratungsprojekten oder Evaluationen im Bereich der Lehrerbildung.

Das Kompetenzteam “Lehrerbildung”:

Kompetenzteam Lehrerbildung

Von links nach rechts: Guido Lauen, Dr. Simone Kroschel, Doris Herrmann und Dr. Julia Zantopp

Die Kontaktdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von AQAS finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass die Lehramtsstudiengänge im Akkreditierungsverfahren die gleichen Anforderungen erfüllen müssen wie andere Bachelor- und Master-Studiengänge. Die allgemeinen Beschlüsse zur Akkreditierung von Studiengängen und weitere Informationen zum Verfahren entnehmen Sie bitte der Broschüre von AQAS.

In der Broschüre “Sammlung von Gesetzen und Beschlüssen zur Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Nordrhein-Westfalen” finden Sie Vorgaben und Regularien, die bei der Akkreditierung von Lehramtsstudiengängen wichtig sind.

Da die Lehrerbildung teilweise der staatlichen Aufsicht unterliegt, sind darüber hinaus weitere Anforderungen zu beachten. So wirken an diesen Akkreditierungsverfahren das für Schulen zuständige Ministerium oder eine von ihm benannte Stelle mit. Für die Akkreditierung von Master-Studiengängen gilt in einigen Bundesländern sogar, dass die staatliche Seite zustimmen muss. AQAS sorgt als Akkreditierungsagentur dafür, dass die ministerielle Seite frühzeitig in den Prozess einbezogen wird und koordiniert die weitere Beteiligung.

Bericht zur Online-Befragung veröffentlicht

veröffentlicht am 2. November 2009 in News-Archiv

Regelmäßig werden vom Zentrum für Evaluation und Methoden (zem) der Universität Bonn Gutachterinnen und Gutachter, die für AQAS tätig waren, sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an Hochschulen zu Ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit AQAS befragt.

Die Ergebnisse werden im Vorstand und der Geschäftsstelle von AQAS diskutiert und fließen in die Weiterentwicklung unserer Arbeit ein. Um allen Interessierten einen Einblick in die Ergebnisse und Rückmeldungen zu geben, finden Sie hier einen zusammenfassenden Bericht zur mittlerweile fünften Befragungswelle.

Wir danken noch einmal allen Befragten, die mit Ihrer Teilnahme an der Online-Befragung einen konstruktiven Beitrag zu unserer internen Qualitätssicherung geleistet haben.

5. ZEM-Befragungswelle (Juli bis September 2009)

veröffentlicht am 2. November 2009 in AQAS Qualitätssicherung

AQAS e.V. sieht sich nicht nur der Qualitätssicherung von Studium und Lehre verpflichtet, sondern weist auch der Reflexion der Qualität der eigenen Arbeit einen hohen Stellenwert zu. Dazu werden neben den internen Instrumenten der Qualitätssicherung auch Befragungen externer Akteure eingesetzt. Im Jahr 2007 wurde das Zentrum für Evaluation und Methoden (zem) der Universität Bonn beauftragt, für AQAS eine regelmäßige Online-Befragung von Gutachtern und Ansprechpartnern an Hochschulen durchzuführen. Die Durchführung der Befragung wurde aus Gründen der Objektivität bewusst an eine externe Institution ausgelagert. Im Jahr 2008 wurden die ersten drei “Befragungswellen” und im Jahr 2009 zwei Befragungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden vom zem anonymisiert an AQAS weitergeleitet.

Die Ergebnisberichte sämtlicher Befragungswellen wurden im Vorstand und der Akkreditierungskommission diskutiert. Soweit sich Rückschlüsse aus der geäußerten Kritik ziehen ließen, wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen, um Verbesserungen einzuleiten. Für AQAS e.V. ist die zem-Befragung inzwischen zu einem unverzichtbaren Instrument geworden, um systematisch Rückmeldungen zu den Akkreditierungsverfahren zu erhalten und eine auf Daten basierende Diskussion um Optimierungsmöglichkeiten zu führen.

Ergebnisse

An der zem-Online-Befragung, die im Zeitraum Januar bis April 2009 stattfand, nahmen 152 von 219 GutachterInnen, die für AQAS tätig waren, teil. Das entspricht einer Rücklaufquote von 69%. Von Seiten der Hochschulen nahmen 33 der 61 angeschriebenen Ansprechpartner teil. Das entspricht einer Rücklaufquote von 54%.

Die Befragung der GutachterInnen bezieht sich auf folgende Themenfelder: die Betreuung durch die Geschäftsstelle, die Zusammenarbeit mit den ReferentInnen, die Organisation von Clusterakkreditierungen, Fragen zur allgemeinen Zufriedenheit mit dem Verfahren und Anregungen zur Verbesserung von Akkreditierungsverfahren.

Mit den Ergebnissen ist AQAS sehr zufrieden, da ca. 98% der GutachterInnen nochmals für eine Gutachtertätigkeit zur Verfügung stehen würden und insgesamt 99% der Befragten die Zusammenarbeit mit den ReferentInnen von AQAS lobt. Die Organisation der Verfahren (Terminkoordination und Reisebedingungen) wird insgesamt von über 90% der Gutachter positiv bewertet und auch die Vorbereitung der Verfahren (Information durch Referenten, Materialien, Vorbesprechung der Gutachter und Unterstützung beim Bewertungsbericht) liegt mit ca. 98% in einem sehr guten Bereich. Im Mittel bewerten die Gutachter die Zusammenarbeit mit AQAS auf der Schulnotenskala mit 1,4.

Ca. 35% der befragten GutachterInnen hat an sogenannten Paket- oder Clusterakkreditierungen teilgenommen, bei denen mehrere fachlich affine Studiengänge gebündelt wurden, um den Aufwand und die Kosten der Verfahren für die Hochschulen zu reduzieren. Die Mehrheit der Gutachter hält sowohl den Umfang der Cluster als auch die Zusammenstellung der Studiengänge für passend (ca. 93%) und ist der Meinung, dass während der Begehung die Studiengänge angemessen thematisiert werden können (insgesamt 94%).

Auch wenn die Arbeit von AQAS insgesamt sehr gelobt wird, lassen sich auf Basis der Befragung der Gutachter einzelne Handlungsfelder identifizieren, in denen Optimierungen erforderlich sind. Dazu gehört u.a. eine spezifische Vorbereitung der Gutachter auf Sonderverfahren, z.B. Akkreditierung von Weiterbildungsstudiengängen. Einzelne Gutachter schlagen vor, dass die Erstellung des Bewertungsberichts durch die Agentur übernommen werden sollte. Gerade diese Praxis wurde jedoch von Externen immer gelobt, weil die Formulierung der Bewertungen durch die Fachgutachter ein wesentliches Qualitätsmerkmal der AQAS-Gutachten ist, so dass wir weiter daran festhalten werden. Auch äußerten einzelne Gutachter den Wunsch nach einer höheren Aufwandsentschädigung, die jedoch in einem Akkreditierungssystem, das auf Ehrenamtlichkeit und Gemeinnützigkeit beruht, unmittelbar an die Hochschulen weitergeben werden müsste. Diese würden dann sicherlich bei der nächsten Befragung umgehend die Verteuerung der Akkreditierungsverfahren kritisieren. Die Anregung der Gutachter, Fragen nach der berufspraktischen oder -qualifizierenden Seite mehr Gewicht zu geben, wird AQAS aufgreifen.

Von Fall zu Fall äußern die Gutachter Kritik an den Antragsunterlagen der Hochschulen, die zu umfassend, zu kleinteilig oder zu wenig aussagekräftig sind. An dieser Stelle kann AQAS jedoch nur bedingt Einfluss auf die Antragsteller nehmen, denn letztendlich liegt die Verantwortung für die Erstellung der Unterlagen bei der Hochschule.

Die Befragung der Hochschulen bezieht sich auf folgende Themenfelder: Wahl der Akkreditierungsagentur, Informationsmaterialien von AQAS, Betreuung durch die ReferentInnen, Durchführung der Begehung und allgemeine Verbesserungsvorschläge allgemein.

Mit den Ergebnissen der Befragung ist AQAS ebenfalls sehr zufrieden: über 49% der befragten Hochschulen haben sich aufgrund von bereits vorhandenen Erfahrungen für AQAS entschieden, auch Rahmenverträge mit AQAS, das fächerübergreifende Profil und die Qualität des Verfahrens haben eine wichtige Rolle gespielt. Bezüglich der Informationsmaterialien äußern sich die Hochschulen zufrieden mit der Homepage, dem Leitfaden und der Broschüre. Von Seiten der Hochschulen wurde der Wunsch nach einem Newsletter geäußert, der auf aktuelle Neuerungen bei der Akkreditierung hinweist. Diese Anregung greifen wir gerne auf.

Die Hochschulvertreter bewerten die Betreuung durch die ReferentInnen während des Verfahrens als sehr positiv: Bei der Erreichbarkeit, der Beratung im Verfahrensverlauf und bei der Rückmeldung zum Verfahrensstand werden Zufriedenheitswerte zwischen 89 und 97% erreicht. Zum Vorgespräch wird zum Beispiel von den Hochschulen geäußert, dass es sehr informativ und hilfreich gewesen sei und in angenehmer Atmosphäre stattgefunden habe. Die Hochschulen bewerten die Zusammenarbeit mit AQAS insgesamt auf der Schulnotenskala mit 1,7.

Die Hochschulen zeigen sich zufrieden mit der fachlich angemessenen Zusammensetzung des Gutachterteams (88%) und der Thematisierung von zentralen Aspekten während der Begehung (91%). Die Frage, ob das Verfahren auch zur Weiterentwicklung des Studiengangs beigetragen hat, wird von 76% der Befragten positiv beantwortet. Es gibt keine Anregungen aus den Hochschulen zur Optimierung der Begehung.

Die Hochschulen haben im Rahmen der Befragung einzelne Verbesserungsvorschläge gemacht, die sich z.B. auf eine Anpassung des AQAS-Leitfadens beziehen. Dieser kann aber aus unserer Sicht nicht auf alle Sonderverfahren Bezug nehmen (z.B. Anerkennungsverfahren nach §8a WPO oder grenzüberschreitende Akkreditierungsverfahren), sondern muss von den Hochschulen in Abstimmung mit AQAS an die Situation der Studiengänge angepasst werden. Aus den Hochschulen kommt auch der Wunsch nach einem Glossar für Begrifflichkeiten, den wir zeitnah aufgreifen werden. Teilweise wird eine offensivere Rolle der Referenten bei den Begehungen gewünscht. Der Anregung, Unterstützung bei der Auflagenumsetzung zu geben, indem z.B. Formulierungsvorschläge für Prüfungsordnungen gemacht werden, lässt sich hingegen mit der Rolle von AQAS nicht vereinbaren.

Resümee

Auch die fünfte Befragungswelle hat eine hohe Zufriedenheit von Gutachtern und Hochschulen mit der Arbeit von AQAS gezeigt. Die Zustimmung bei der Gestaltung der Verfahren und bei der konkreten Durchführung ist sicherlich als überdurchschnittlich zu bezeichnen und wird die MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle anspornen, auch weiterhin den Erwartungen ihrer Kunden und Kooperationspartner zu erfüllen. Es wurden von Seiten der Gutachter und der Hochschulen zahlreiche Hinweise gegeben, wie die Verfahren im Detail zu verbessern sind, mit denen sich der Vorstand und die Geschäftsstelle von AQAS auseinander gesetzt haben und die wir nach Möglichkeit berücksichtigen werden. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die Anregungen.

AQAS Seminar – Qualitätsmanagement an Hochschulen

veröffentlicht am 28. Juli 2009 in News-Archiv

AQAS veranstaltet am 13. Oktober 2009 in Köln ein Seminar zum Thema “Qualitätsmanagement an Hochschulen am Beispiel prozessorientierter Qualitätssicherung”.

Mit der Veranstaltung möchten wir Hilfestellung bei der Entscheidung für oder gegen die Systemakkreditierung leisten und wichtige Informationen für den Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen an Hochschulen mit Blick auf die Systemakkreditierung liefern. Weitere Informationen zu den Referenten, zum genauen Ablauf und zur Anmeldung finden Sie hier

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, die wir aufgrund der vielen Nachfragen derzeit konzipieren.

Aufgrund der großen Nachfrage und der Aktualität des Themas soll das Seminar im 4. Quartal 2010 wiederholt werden. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage.

Neue Referentin in der Geschäftstelle

veröffentlicht am 16. Juni 2009 in News-Archiv

Am 15. Mai begrüßte die Geschäftstelle von AQAS Frau Birgit Kraus als neue Referentin. Frau Kraus war zuvor als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Darmstadt tätig.

Akkreditierung der Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz

veröffentlicht am 26. Mai 2009 in Aktuelles

1. Das Vorgehen bei der landesweiten Akkreditierung

AQAS wurde im Jahr 2006 von den vier Universitäten Kaiserslautern, Koblenz-Landau, Mainz und Trier sowie vom Wissenschaftsministerium Rheinland-Pfalz (MWWFK) damit beauftragt, sämtliche an der Lehrerbildung beteiligten Bachelor- und Master-Studiengänge zu akkreditieren.

Das Verfahren in Rheinland-Pfalz wurde im ersten Schritt durch eine Diskussion des Modells der Lehrerbildung eingeleitet. Charakteristisch für die Reform der Lehrerbildung in RLP ist, dass das Modell der Lehrerbildung in Zusammenarbeit von den vier Universitäten, dem zuständigen Ministerium und den Studienseminaren entwickelt worden ist.

Folgende Merkmale charakterisieren die gestufte Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz:

  • die Erarbeitung von verbindlichen curricularen Standards für die Ausbildung (“Kerncurricula”) für Fachwissenschaften und für die Bildungswissenschaften,
  • die Stärkung der Fachdidaktiken (als Teil des Fachstudiums),
  • ein duales Studien- und Ausbildungskonzept, in dem von Beginn des Studiums an theoretische und schulpraktische Studien miteinander verbunden werden, sowie
  • die Einrichtung von Zentren für Lehrerbildung an den Universitäten, in denen Vertreterinnen/Vertreter der jeweiligen Hochschule und der Studienseminare zusammenarbeiten.
Strukturschema

Das Modell der Lehrerbildung galt im Akkreditierungsverfahren als “gesetzt”. Auch aufgrund dieser Festlegung verzichtete das Ministerium auf die Entsendung eines eigenen Vertreters, der ansonsten – wie in den KMK-Vorgaben vorgesehen – an den Begutachtungen hätte teilnehmen können.

Ziel der Modelldiskussion war es, einen Überblick zu den Strategien und Maßnahmen der Universitäten hinsichtlich der Umsetzung zu gewinnen und einen Referenzrahmen für die Begutachtung der Fächercluster an den Universitäten zu entwickeln. Eine zentrale Gruppe von GutachterInnen, die später auch an der Akkreditierung der Studienprogramme mitgewirkt hat, hatte die Aufgabe, sich mit den Spezifika des Modells vertraut zu machen. Diese Gutachtergruppe diskutierte in einer eintägigen Sitzung Strukturmerkmale des Modells mit VertreterInnen der Universitäten und des Ministeriums. Es erfolgte in diesem Verfahrensschritt keine Akkreditierung des Modells, da nur Studiengänge akkreditiert werden können.

Erst nach Abschluss der Modelldiskussion wurden in einem zweiten Schritt inhaltliche Aspekte der lehrerbildenden Studienprogramme sowie Fragen der Studierbarkeit an den einzelnen Hochschulen geprüft. Dazu wurden die Studienprogramme in fachspezifischen und überwiegend schulformübergreifenden Clustern gebündelt und in mehreren Vor-Ort-Begehungen, teilweise auch hochschulübergreifend, durch Gutachtergruppen begutachtet. Insgesamt wurden in den zwei Jahren, in denen das Projekt lief, 17 Cluster durch ca. 70 Expertinnen und Experten aus den Fachwissenschaften, der Berufspraxis und Studierenden begutachtet.

2. Die Ergebnisse der Begutachtungen

Die Gutachter würdigten prinzipiell, dass durch die curricularen Standards ein Rahmen für die Lehrerbildung geschaffen wurde. Die inhaltliche Ausgestaltung der curricularen Standards, die aufgrund eines ausführlichen Diskussionsprozesses zwischen den vier Hochschulen und dem Land entstanden waren, wurden von den Gutachter weitestgehend akzeptiert.

Bei der Beurteilung der Lehrerbildung an den einzelnen Universitäten wurde deutlich, dass die konkrete Umsetzung der Vorgaben stark vom Profil der einzelnen Hochschule abhing. Selbst innerhalb einer Universität ließ sich feststellen, dass das die Situation der Fächer je nach Standort variierte (z.B. Koblenz und Landau). Da im Rahmen der Begutachtungen der einzelnen Fächercluster jedes Studienprogramm eine gesonderte Bewertung erfuhr, lässt sich dieser Differenzierungsgrad bei einer Zusammenfassung der Ergebnisse nicht wiedergeben.

Es lässt sich jedoch festhalten, dass die Gutachtergruppen bei der Akkreditierung der lehrerbildenden Studienprogramme im Wesentlichen zwei Handlungsebenen identifiziert haben, auf die sich ihre Verbesserungsvorschläge beziehen. Einige Probleme können nur auf einer hochschulübergreifenden Ebene gelöst werden, andere müssen innerhalb der einzelnen Hochschule bzw. auf Ebene der Fächer behandelt werden.

Folgende Aspekte wurden hochschulübergreifend thematisiert:

  • Die Ressourcen für die Bildungswissenschaften und die Fachdidaktiken müssen erhöht werden.
  • Die Einbindung der Schulpraktika muss konkretisiert werden. Durch die Zuständigkeit für die Praktika bei den Studienseminaren bestehen Bedenken, dass die Vernetzung Theorie-Praxis nicht gelingt.
  • Die Rolle der Zentren für Lehrerbildung und ihre Einbindung als ein Akteur der Lehrerbildung muss geklärt werden.

Bei den Begutachtungen der einzelnen an der Lehrerbildung beteiligten Studienprogramme innerhalb der Cluster wurden fachliche Belange und Fragen der Studierbarkeit diskutiert, wie z.B.:

  • Eine professionelle Ausbildung in der Fachdidaktik muss in Lehre und Forschung in den Fächern gewährleistet werden.
  • Die Module müssen stärker kompetenzorientiert beschrieben werden und die Modulhandbücher bezüglich formaler Aspekte überarbeitet werden.
  • Die Anzahl an Prüfungen muss reduziert, das Spektrum an Prüfungsformen erweitert und die Prüfungsverwaltung optimiert werden.
  • Die Information und Beratung der Studierenden muss optimiert werden.
  • Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen muss konzeptionell entwickelt und transparenter ausgewiesen werden.
  • Das Verhältnis von Workload und Leistungserwartungen muss weiterhin angeglichen werden.
  • Die Belange des Lehramtsstudiums müssen in den hochschulinternen Qualitätssicherungsverfahren stärker berücksichtigt werden.

3. Fazit:

Das landesweite Akkreditierungsverfahren für die Lehrerbildung in RLP konnte innerhalb des Projektplans erfolgreich abgeschlossen werden. Dies ist zum einen dem intensiven Abstimmungsprozess zwischen Universitäten und Ministerium im Vorfeld der eigentlichen Akkreditierung zu verdanken, zum anderen aber auch den Zentren für Lehrerbildung, denen eine entscheidende koordinierende Funktion im Projekt zukam. Darüber hinaus wäre ohne die vielen ehrenamtlich tätigen Gutachterinnen und Gutachter, die diese herausfordernde Aufgabe übernommen haben, eine landesweite Akkreditierung der Lehrerbildung nicht möglich gewesen.

Akkreditierungsverfahren können nur einen Anstoß geben, Ausbildungsprozesse und Inhalte des Studiums weiterzuentwickeln, sie können nicht zentrale Reformprobleme der Lehrerbildung lösen. Insofern wurden an einzelnen Hochschulen und in einzelnen Fächern Impulse für Veränderungen gegeben, die teilweise einer mittelfristigen Perspektive bedürfen, um erste Ergebnisse zu zeigen, z.B. die Entwicklung der personellen Ressourcen. Dass die Lehrerbildung durch die landesweite Akkreditierung in den Fokus gerückt wurde, war für ihren Stellenwert an den Hochschulen wichtig.

Auch wenn das Akkreditierungsverfahren in Rheinland-Pfalz alle Beteiligten vor Herausforderungen gestellt hat, ist es dennoch gelungen, wichtige Schritte zur Optimierung der Lehramtsausbildung einzuleiten, die den Studierenden direkt zu Gute gekommen sind.

Weitere Links

veröffentlicht am 18. Mai 2009 in Externe Links

Auf dieser Seite stellt AQAS Ihnen einige ausgewählte Webseiten vor, die für Fragen der Akkreditierung und des Bologna-Prozesses von Interesse sind. Die Liste wird in unregelmäßigen Abständen ergänzt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Bologna – Prozess

Die letzte Bologna-Nachfolgekonferenz fand im April 2009 – zehn Jahre nach der Bologna-Deklaration – in Leuven und Louvain-la-Neuve statt. Die Website der Konferenz finden Sie hier.

Das bei der Konferenz verabschiedete Communiqué “The Bologna Process 2020″ können Sie hier herunterladen.

Links zu internationalen Organisationen und Netzwerken